Das tägliche bisschen Wahnsinn...

Der Bratmaxe-Song

Jeder kennt ihn, seit Jahren verfolgt er uns:
Ein Rotzlöffel aus Inzuchthausen singt uns den Bratmaxe-Song.

Seitdem ist er sicher der Stolz der Eltern und sein Bruder nur noch zweite Wahl, der Oberpromi des Dorfes, der am Neujahrsempfang am Tisch des Bürgermeisters sitzen darf und der unbeliebteste Schüler in der örtlichen Baumschule.

Ich liebe vor allem die Stelle am Schluss, wo die Stimme so hoch geht dass sie bricht. Schauder!

Da gibt es dann doch sicher noch andere Produkte, die sich plastisch besingen lassen in unserer Konsumlandschaft, oder?

Wie wäre es z.B. mit dem Tampon-Song:
"Immer einmal im Monat geht es mir wie die Sau,
man hat's halt nicht einfach als eine Frau!
Dann tu' ich mir schnell ein Tampon 'rein,
ja mein Tampon muss Supersaug von o.b. sein!"

Aber bevor das Mode macht und wir mit allen möglichen "Deutschland singt den xyz Song" überschüttet werden, könnte der Ohrenquäler doch einfach an einer Bratmaxe-Wurst ersticken oder, noch besser, in den Stimmbruch kommen.

1 Kommentar 3.4.09 12:46, kommentieren

Das TÜV-zertifierte Los ist da!

Endlich, möche man da sagen, gibt es es: Das erste TÜV-zertifizierte Los Deutschlands!

Gestern im Radio dröhnte die wohlbekannte Stimme unseres allseits bekannten und ewig jugendlichen Thomas Gottschalk aus den Lautsprecherboxen und verkündete stolz: "Das Aktion Mensch Los ist jetzt TÜV-zertifiziert."

Das Zertifikat beruht wohl auf irgendeiner Norm, die wahrscheinlich extra für dieses Los ins Leben gerufen wurde, Zitat: "Es bietet in allen Gewinnkategorien eine ausgezeichnete Gewinn-Effizienz: Pro eingesetzten Euro ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Hauptgewinn ab 100.000,- Euro besonders hoch!"

Alles in allem ist das noch kein echter "Wahnsinn", aber wenn man die Zusammenhänge sieht, dann... vielleicht doch.

Wir Deutschen, die Weltmeister im Normieren und Zertifizieren, zertifizieren und normieren (fast) alles (oder kann man das "fast" streichen?). Jetzt sogar Lotterielose.

Da hat der TÜV eine echte Gelddruckmaschine erfunden mit der Zertifizierung. Alles und jedes kann zertifiziert werden und wenn es noch keine Maßstäbe gibt, dann werden die halt einfach er.. äh gefunden. Wie z.B. eine "besonders hohe Wahrscheinlichkeit pro eingesetztem Euro".

Hmmm, dann können doch demnächst auch Kaugummi-Automaten eine TÜV-Zertifizierung erhalten, denn "die Wahrscheinlichkeit bei Einsatz eines Euro ein im Automaten enthaltenes Lebensmittel zur Schädigung der Zähne zu erhalten liegt bei fast 100%.".

Oder, naheliegend, wir zertifizieren TV-Moderatoren. Die Norm könnte dann so aussehen: "Immer frisches, jugendliches Auftreten unabhängig von Alter oder Aussehen, mindestens 5 Gastberührungen an Arm oder Bein pro Sendung, maximal 1 Randgruppenwitz pro Stunde, möglichst prominente, aber langweilige Gäste und mindestens 30 min pro Sendung überziehen." - Fertig ist die Gottschalk-Zertifizierung.

Oder wie wäre es, wenn wir den männlichen Liebhaber zertifizieren. Das wäre doch ein echter Dienst für alle Frauen dieser Welt: "Eindrucksvolles Gesamtbild, höflich, zuhörend, jeden Wunsch von den Augen ablesend, Stehvermögen, Multi-Orgasmen-Fähig, am nächsten Morgen Frühstück richtend bevor er verschwindet, und das sollte er möglichst bevor die Frau aufwacht."

Spätestens wenn die kommt, haben am nächsten Tag Millionen von Prolls ein TÜV-Tattoo auf der Stirn tätowiert. Ist doch klasse.

Ich frage mich, warum heute alles normiert oder zertifiziert werden muss. Gut, Normen sind in sehr vielen Bereichen wichtig und absolut nützlich. Aber halt nur in vielen, nicht in allen Bereichen.

Ausserdem weiss doch jeder, dass Zertifizierung Null Aussage über die Qualität macht, oder?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was da noch alles auf uns zukommt. In diesem Sinne einen fröhlichen, zertifizierten Frühlingstag (kein Regen, 15 Grad und teilweise sonnig). 

1 Kommentar 2.4.09 11:15, kommentieren

So, nun isses also soweit...

...ich bin unter die Blogger gegangen, wer hätte das gedacht - ich jedenfalls nicht!

 Gut, die Idee ist schon so alt wie die Blogs selbst sind, die kam vor ca. 8 Jahren auf, als ich noch im Norden lebte und mein tägliches bisschen Wahnsinn auf der Autobahn erleben durfte. Da hätte man locker jeden Tag eine Geschichte über wahnsinniges Verhalten diverser Verkehrsteilnehmer schreiben können.

Aber immer nur Autobahn war dann doch irgendwie nicht Stoff genug für einen Blog.

Ein Werbespot gestern im Radio hat mich jetzt dazu animiert, meine Gedanken in Form eines Blogs loszuwerden. Der wird dann auch gleich mein erstes "tägliches bisschen Wahnsinn" sein.

Ansonsten: viel Spass beim Lesen emotion

2.4.09 10:55, kommentieren


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